
Immer wieder werden Welpen mit dem Vermerk angepriesen, dass die
Elterntiere zwar DTK Papiere hätten, aber die Welpen (oft mit fadenscheinigen Gründen) ohne Papiere abgegeben werden würden.
Diesen „Züchtern“ geht es nur um den eigenen Profit, denn
wenn es ihnen wirklich um gesunde und wesenfeste Welpen gehen würde, wäre es kein
Problem für Sie, sich an die Regeln eines zuchtbuchführenden
und überwachenden Vereines
zu halten. In der Regel, würden die Elterntiere dieser „Züchter“ keine Zuchterlaubnis in einem seriösen Zuchtverein
bekommen - das kann viele Gründe haben. In erster Linie meistens gesundheitliche und wesensbedingte Gründe. Etwas, auf das Sie bei der Auswahl ihres neuen Familienmitgliedes ganz besonders Ihr Augenmerk richten sollten.
Nur Welpen mit VDH und FCI Papieren geben Ihren die Sicherheit,
einen Welpen aus kontrollierter und fachkompetenter Zucht zu
erwerben.
So erkennen Sie unseriöse Welpenhändler und Welpenvermehrer:
Text von den Seiten des VDH übernommen.
Sehen Sie das Muttertier?
Lassen Sie sich das Muttertier unbedingt zeigen. Bei unseriösen Händlern werden Sie es nicht zu Gesicht bekommen. Wenn doch, beobachten Sie,
ob es liebevoll mit den Welpen umgeht, ob die Kleinen zum Beispiel säugen dürfen. Haben Sie den Eindruck, dass es sich um die eigenen Welpen handelt? Verstösst das Muttertier den Welpen, hat es kein Interesse an ihm, entfernt
es sich von ihm? Dann können Sie davon ausgehen, dass es sich nicht um
die leibliche Mutter handelt. Der Welpenhändler präsentiert Ihnen eine Alibi-Hündin. Keinesfalls kaufen!
Der Preis
Für einen Rassehund von anerkannten Züchtern zahlt man ab 700 Euro und mehr. Alles was deutlich darunter liegt, ist nicht marktüblich und daher
unseriös. Erkundigen Sie sich bitte auch beim Verband für das Deutsche Hundewesen: www.vdh.de
Lesen Sie die Meinung eines seriösen Züchters zum Thema Welpenhandel.
Wo und wie wird verkauft?
Auf Parkplätzen, Märkten, dreckigen Höfen? Aus dem Bus, Kofferraum, Pappkarton oder Drahtkäfig heraus? Ein weiteres Indiz für Welpenhandel. Vorsicht auch bei Angeboten im Internet!
Stellt der Verkäufer Fragen?
Ein seriöser Züchter möchte wissen, in welche familiären und häuslichen Verhältnisse der Welpe kommt. Werden keine Fragen gestellt, geht es nur
ums Geldverdienen.
Gibt es einen Kaufvertrag?
Wenn ja, enthält er Namen, Adresse und eine Haftung des Verkäufers? Ist
der Kaufpreis genannt?
Wie sehen die Welpen aus?
Sind die Kleinen dünn oder durch Würmer aufgebläht? Liegen sie apathisch in der Ecke oder zeigen ein ungewöhnliches Verhalten? Ist das Fell dreckig und stumpf? Fiepen die Kleinen oder geben sie sogar keinen Laut von sich? Steht Wasser und Futter in der Nähe ?
Das Angebot
Wie viele Rassen hat der Händler im Angebot? Bei mehr als 2 Rassen und
vielen Würfen im Jahr ist äußerste Vorsicht geboten. Hier handelt es sich
nicht um Züchtung, sondern um Welpenvermehrung, die größtes Tierleid
zur Folge hat.
Die Verhandlung
Möchte man Sie mit Begriffen wie „Ratenzahlung, Rabatt, Lieferung frei Haus, Verhandlungssache” bei der Kaufentscheidung beeinflussen, können Sie in
der Regel davon ausgehen, dass Sie es mit Hundehändlern der übelsten Sorte zu tun haben. Diese Händler drängen auf einen schnellen, sofortigen Abschluss, ein weiterer Besuch ist nicht erwünscht.
Das können Sie tun:
1. Aufklären und informieren
Informationen an Hundefreunde weitergeben. Nur wenn es gelingt, die Nachfrage nach Hundewelpen zu stoppen, haben wir eine Chance, diesen Schwarzmarkt auszutrocknen. Aufklärung ist die einzige Chance! Kostenlose Informationsflyer zum Verteilen anfordern.
2. Zur Anzeige bringen
Sie fühlen sich von einem Welpenhändler betrogen? Beim VDH wird man Sie beraten, was zu tun ist.
3. Öffentlich machen
Schreiben Sie uns, wenn Sie betroffen sind oder wenn Sie unseriösen Hundehandel bemerkt haben. Benutzen Sie dafür bitte das von uns vorbere-itete Formular. Ihre persönlichen Angaben werden anonymisiert und natürlich nicht weitergegeben. Ihre Erfahrungen können helfen, Mensch und Tier vor unseriösen Händlern zu warnen.
4. Nicht kaufen!
Vertrauen Sie nur seriösen Tierschutzorganisationen (Inland wie Ausland), Tierheimen und Züchtern. Vorsicht auch im Internet! Das gemeinsame Positionspapier von TASSO, dem ETN und dem Bund gegen Miussbrauch
der Tiere kann eine erste Orientierungshilfe bei der Anschaffung eines Hundes sein.
5. Und was passiert mit den ausrangierten Zuchthündinnen?
Informieren Sie sich unter http://www.augen-auf-beim-welpenkauf.de über
das schlimme und oftmals vergessene Schicksal der Zuchthündinnen von unseriösen Züchtern.
Links zum Thema "Wühltischwelpen":
www.augen-auf-beim-welpenkauf.de
Sollten Sie Hilfe bei der Auswahl eines geeigneten Züchters benötigen, sprechen Sie uns an. Wir sind Ihnen gern bei der Suche behilflich.